Life of Agony mit Second Function

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Fast auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, seit die New Yorker Rock-/Metal – Band Life Of Agony ein Konzert in Hannover spielte. Rund 850 Musikbegeisterte feierten mitten in der Woche ein atemberaubendes Rockkonzert mit der Originalbesetzung. Die amerikanischen Jugendhelden LOA werden von der Züricher Rockband SECOND FUNCTION nach Hannover begleitet.

2016-01-20_21-05-09_LOA_DSC_8147Pünktlich um 20.00 Uhr eröffnet das Schweizer Dreiergespann SECOND FUNCTION die Show im Capitol Hannover. Interessiert erkundigen sich die Züricher um Sänger Flo Bühler nach dem Befinden der Gäste im bis dato noch mäßig gefüllten Zuschauerraum. „Seid ihr schon da? Es ist so schön, dass ihr trotz der Kälte hergekommen seid. Respekt!“, lobt er die Gäste. In rund 30 Minuten beweisen Second Function, dass sie den Job einer Vorband zweifelsfrei verstanden haben – den aus eisigen Temperaturen kommenden Zuschauern wird ordentlich eingeheizt.

Kaum auf der Bühne, läutet Life Of Agony Gitarrist Joey Zampella den Opener „River Runs Red“ ein und ruft sein Publikum, mit einer unmissverständlichen Handbewegung, zum Circle Pit auf. Kurz darauf wird klar, wie nah sich die Band ihren Fans fühlt. Sängerin Mina Caputo fängt schnell an, Besucher aus der ersten Reihe via Handschlag abzuklatschen.

2016-01-20_22-11-13_LOA_DSC_8258Mittlerweile ist das Capitol gut gefüllt und die feierwütige Meute hat sich in Rage gesprungen. So dauert es keine zwei Songs, bis die Security die ersten Crowdsurfer entgegennehmen darf. Es wird gesprungen, Fäuste fliegen in die Luft und das Publikum zeigt sich überaus textsicher. „Ihr seht wunderschön aus“, entgegnet Caputo den rund 850 Gästen. „Wie lange waren wir nicht mehr hier? 20 Jahre? Fühlt sich weniger an…“. Immer wieder bedankt sie sich enthusiastisch bei ihren Fans und kniet sich so weit es geht an die Vorderkante der Bühne.

Es scheint, als wäre sie von den donnernden Instrumenten ihrer Bandkollegen völlig eingewebt. Sie windet und verrenkt sich mit festem Griff am Mikrofon und drückt ihre charakterstarke, kraftvolle Stimme immer wieder durch die tosenden Melodien. An diesem Abend wird, in bekannter LOA Manier, ordentlich abgeliefert.

2016-01-20_22-12-11_LOA_DSC_8274Das Capitol ist über den gesamten Abend weitestgehend in rote Farbtöne getaucht. Nur ab und zu durchziehen blaue Lichtsäulen, gejagt von weißen Lichtblitzen, das Bühnenbild. Um das gesamte Publikum sehen zu können, lässt Mina für einen kurzen Augenblick den Rang ausleuchten. Worauf es direkt kraftvoll mit „Weeds“, einem Klassiker der Band, weitergeht.

Eine ausgeprägte Spielfreude kann man dem Vierer nicht absprechen und so werden wir nach – eigentlich ein unfassbarer Zeitraum – 20 Jahren Zeuge, einer immer noch mehr als kraftvollen, authentischen und überaus sympathischen Show. Die Zuhörerschaft stößt sich mittlerweile an der Reling des Grabens ab, um noch höher in die Crowd zu springen. So trägt leider auch der ein oder andere Besucher des Abends eine erinnernde Schramme nach Hause. „Dafür hat es sich gelohnt!“. Finden wir auch!

 

MG

RIVER RUNS RED
THIS TIME
HOW IT WOULD BE
LOVE TO LET YOU DOWN
OTHERSIDE
METHOD OF GROOVE
RESPECT
WEEDS
SEASONS
I REGRET
LOST AT 22
THROUGH & THROUGH
MY EYES

BAD SEED
UNDERGROUND