Weltstar Billy Idol rockte die Waldbühne in Northeim

Wenn sich eine echte Musiklegende wie Billy Idol die Ehre gibt und Northeim zum Auftakt seiner Deutschlandtour wählt, dann ist es nicht verwunderlich, dass seine Fans aus vielen Teilen Deutschlands herbeiströmen, um den Edelpunk live zu erleben. Pünktlich um 20.30Uhr am 18.07. 2025 betrat der gut gelaunte Musiker die Bühne, um mit seiner perfekt eingespielten Band ein Feuerwerk aus neuen und bekannten Welthits, darunter z. B. „Dancing with Myself“, „Rebel Yell“, „Flesh for Fantasy“ oder auch „White Wedding“ abzubrennen.

Dabei zeigte der Sänger, der mittlerweile stolze 69 Sommer jung ist, keinerlei Ermüdungserscheinungen und präsentierte sich wie in den glorreichen 80er Jahren mit kräftiger Stimme und in Bestform, um seiner Fangemeinde genau das zu geben, was sie wollten, nämlich ordentlichen eingängigen Rock mit leichter Punk Attitüde mit einem Hang zur Nostalgie an die eigene musikalische Vergangenheit.

So hat Billy Idol in all den Jahren, die er nun im Musikgeschäft mitmischt und das sind rund 46 Jahre, nichts von seiner Power und seiner Bühnenpräsenz verloren und brachte diese auch mit diversen Umzügen und ordentlich Dampf unterm Kessel gehörig zu Geltung.

Unterstützt wurde er dabei von seiner perfekt eingespielten Band, allen voran dem „alten“ Weggefährten und Gitarrist Steve Stevens, der eine extrem überzeugende Gitarrenarbeit leistete und auch auf der klassischen Gitarre mit einem überragenden Solo überzeugte.

Das Vorprogramm übernahm die Hannoversche Band Terry Hoax, die für sie selbst überraschend kurzfristig engagiert wurden und solide ab rockten.

Und obwohl nur die wenigsten der rund 6500 Besucher im weiten Rund der Northeimer Waldbühne etwas mit der Band in Verbindung brachten, geschweige denn ihre Songs kannten, wurden sie für ihre musikalische Leistung zu Recht gefeiert und mit reichlich warmen Applaus bedacht.

Dass es am Rande der Veranstaltung zu einem Verkehrschaos kam, lag vor allem an den vielen unbelehrbaren Wildparkern, die u. a. dafür sorgten, dass es die gut organisierten Shuttlebusse echt schwer hatten, die vielen Besucher zur Arena zu bringen.

Trotzdem war es ein gelungener Abend mit einer echten Legende, die das Publikum von der ersten Minute an fesselte und für beste Stimmung sorgte.

Stefan Peter

Photokredit: David Raccuglia         Tourplakat + Agentur

Live Fotos Stefan Peter