J.B.O. laden ins „Haus Of The Rising Fun“ ein – CD-Review

Ja, die Zeiten sind irgendwie völlig konfus und man hat das Gefühl (und nicht nur die musikalische) die Welt ist völlig durcheinander geraten, das es uns wirklich schwerfällt, bei all den Ereignissen, die uns täglich erschüttern, noch an das Gute und vor allem noch an den Blöd-, Leichtsinn und an die Fröhlichkeit zu glauben. Irgendwie ist uns allen in den letzten Jahren der Spaß mächtig abhandengekommen ….

Uns allen?

J.B.O. auf musikmag.de

Na ja, es gibt da eine Band, die und man mag es kaum glauben und man fragt sich wie die Zeit vergeht, seit rund 36 Jahren mit ihrem schrägen, scharfzüngigen Lausbuben Humor für Aufruhr in der deutschen Musiklandschaft sorgt und nun bereit ist, uns den Spaß und den genialen Blödsinn zumindest musikalisch wieder näherzubringen und uns damit aus dem Frust und aus dem Koma des Jammerns zurückzuholen.

Begonnen hat alles im Jahr1989 als eine der schicksalshaftesten Begegnungen dieser Welt fruchtete, die die deutschsprachige Musiklandschaft nachhaltig prägte wie keine andere jemals zuvor – die sagenumwobene Gründung des James Blast Orchesters durch Vito C. und Hannes „G. Laber“ Holzmann.  „Vito und ich haben uns 1988 kennengelernt und wir konnten sofort gut miteinander, haben damals schon viel geblödelt. Wir wollten damals am Erlanger Musikfestival für Newcomer teilnehmen. Und haben da sehr zum Erstaunen gleich den ersten Platz belegt. Ja und dann, dann wollten wir reich und berühmt werden und haben halt weitergemacht.“ so Hannes. Aus dem „Spaßprojekt“ wird dann über Nacht Ernst: einer von J.B.O.s ersten eigenen Songs „Ein guter Tag zum Sterben“ wird beim örtlichen Radiosender plötzlich rauf und runter gespielt.

Das erste „richtige“ Studioalbum mit 20 Tracks erscheint 1995 unter dem Titel „Explizite Lyrik“ und sollte sich fast ohne Marketing so gut verkaufen, dass es in die deutschen Charts einstieg! Einen Plattendeal im Gepäck geht der Traum auf der rosaroten Wolke weiter: Das Album „Laut!“ steigt auf Platz 13 in die deutschen Charts ein. 1997 beweisen die Metal-Franken, dass sie nicht nur ihre Instrumente, sondern auch die Massen immer besser beherrschen: Sie bespielten die Republik mit mehr als 100 Konzerten vor nicht weniger als 100.000 begeisterten Zuschauern. Von den großen Metal-Festivals wie u.a. Wacken, Summer Breeze und natürlich dem Rockharz Open-Air-Festival sind J.B.O. von jeher nicht mehr wegzudenken und immer ein gern gesehene Gäste mit Partygarantie. Denn wie kaum eine andere Band verfügen J.B.O. über die Fähigkeit, Fans aus allen Genre-Schichten für sich begeistern zu können.

So werden ihre Shows immer zu frenetisch gefeierten Veranstaltungen des gelebten Blödsinns, aber auch mit starkem musikalischem Hintergrund und reichlich Können an den stromverstärkten Instrumenten. Mit ihrem neuen  15. Studioalbum „Haus Of The Rising Fun“ begibt sich das Quartett nun wieder auf eine musikalische Reise durch die internationale Musikgeschichte.

Und wer die Band kennt weiß:  hier wird nicht gekleckert, hier wird gerockt, und zwar richtig und das Ganze natürlich angereichert mit viel fränkischem Blödsinn, um nicht nur den Metal zu retten, sondern auch die Welt ein bisschen fröhlicher zu machen. So ist  „Haus Of The Rising Fun“ ein feier launiges Partyalbum geworden, bei dem J.B.O. ganz tief und treffsicher in die internationale Hit-Kiste eingetaucht sind. Neben dem einen oder anderen eigenen Song finden sich wieder die von vielen Anhängern geliebten Coverversionen im besonderen J.B.O. Style wieder.

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J.B.O. – Stinkefinger (Official Music Video)

So schlagen die Herren aus Franken mit ihrem neuen Werk nicht nur ein weiteres Kapitel in der erfolgreichen Geschichte von J.B.O. auf, sondern geben vielmehr eine Antwort auf die verrückte und oft chaotische Welt da draußen und auf die aktuelle Musik in den Chart und im Radio, die unsere Kinder verseucht. In Zeiten von Unsicherheit, Krisen und globalen Herausforderungen liefern J.B.O. mit ihrem neuen Werk eine sichere Zuflucht – und das auf ihre ganz eigene, humorvolle Weise. Es ist ein Album, das nicht nur zum Lachen anregt, sondern auch zum Nachdenken. Wer könnte da besser als die fränkischen Spaßmacher auftreten, die seit jeher dafür bekannt sind, ihre ganz eigenen gesellschaftlichen und kulturellen Beobachtungen in ihre Musik einfließen zu lassen?

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Der Grundstein für das „Haus Of The Rising Fun“ wurde bereits im Herbst 2023 gelegt, als J.B.O. erste Ideen und Visionen für das neue Album entwickelten. Doch wie es bei großen Projekten manchmal der Fall ist, gab es einige unerwartete Herausforderungen – darunter Probleme mit Handwerkern und Materialbeschaffung. Kein Grund für J.B.O. in Panik zu verfallen! Mit dem nötigen Humor und einer ordentlichen Portion Zuversicht haben sie nicht nur das Bauprojekt in den Griff bekommen, sondern auch den letzten Feinschliff an ihrem musikalischen Gebäude vorgenommen. Innenarchitekt Christoph Beyerlein wurde an Bord geholt, um dem „Haus Of The Rising Fun“ die perfekte Ausstattung zu verpassen – inklusive einer Wärme- und Bierpumpe für die nötige Gemütlichkeit sowie der „Wallbox of Death“, die sicherstellt, dass die Power nie ausgeht. Aber wie immer bei J.B.O. geht es nicht nur um Musik. Es geht um eine Haltung. Die Band hat immer wieder bewiesen, dass sie den Humor und den Spaß ernst nimmt – und das ist der Schlüssel zu ihrem Erfolg.

Denn in einer Welt, die immer mehr von Ernsthaftigkeit und Schwere geprägt ist, bleibt J.B.O. der humorvolle, musikalische Gegenpol, der uns daran erinnert, dass auch in schwierigen Zeiten das Lachen und Feiern nicht zu kurz kommen sollten.

Mit „Haus Of The Rising Fun“ präsentieren J.B.O. ein Werk, das nicht nur ihre musikalische Vielseitigkeit unterstreicht, sondern auch ihre Fähigkeit, mit humorvollem Blick auf die Welt große gesellschaftliche Themen anzusprechen. Die Band lädt ein, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen – mit einem breiten Lächeln, einer kühlen Bierpumpe in der Hand und der Gewissheit, dass der Spaß niemals zu Ende geht.

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J.B.O. – Mein Arsch (Official Lyric Video)

Aber egal, ob Klassiker oder eigenes Liedgut, J.B.O. ziehen auf der neuen Scheibe wieder alle Register, humorvoll und sarkastisch und auf ihre ganz eigene Art verfeinert bis ins kleinste Detail.

Fazit: Ja!  J.B.O können immer noch musikalisch feiern und wenn eine Band den Spaß in dieser Zeit wiederbeleben kann, dann ist es wohl „Die Rosaroteste Versuchung“ seit es Metal-Music (aus Franken) gibt. Mit anderen Worten freut euch auf das neue Album, das am 9. Januar 2026 erscheint, mit ganz besonderen musikalischen Perlen und geballtem „Blödsinn“ verpackt im coolen J.B.O Sound und logisch auch auf die Shows der Band.

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Erfahrt dazu mehr unter:

https://www.jbo.de/tour/

Monika + Stefan Peter + Text und Live Foto
Cover Foto: J:B:O / Reigning Phoenix Music