
Es gibt Dinge auf die können sich Axel Rudi Pell Fans zu 100 % verlassen, denn wenn der Meister mit seiner Band ins Studio geht, um ein neues Album zu produzieren, dann steht die musikalische Qualität seiner Songs an erster Stelle. Seine Beständigkeit, sein Fleiß und seine Ausdauer, aber besonders seine Songs gepaart mit seinem filigranen unverkennbaren Gitarrenspiel, sichern ihm dabei großen Respekt bei Kollegen und Anhängern und machen ihn selbst zum Kult.
Er selbst kann mit dem Begriff nicht viel anfangen, „aber wenn man so lange so erfolgreich dabei ist, dann hat man sich so etwas vielleicht auch verdient.“ sagt Pell …
Sein neuester Streich trägt den Namen „Ghost Town“ und zeigt von der ersten Note an, das Pell und seine Mitstreiter noch immer wissen wie man ein richtig gutes Hardrock-Metal-Album produziert, das zwar die typische und charakteristische Handschrift Axel Rudi Pell mit kraftvollen Gitarrenriffs und eingängigen Melodien trägt, aber trotzdem immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Das Fundament liefert dazu seine erstklassige Band um den amerikanischen Sänger Johnny Gioeli, Ex-Rainbow-Drummer Bobby Rondinelli, Bassist Volker Krawczak und Keyboarder Ferdy Doernberg.

So startet das Album gleich nach dem Intro mit dem Album-Opener „Guillotine Walk“ und der Geschichte eines zum Tode Verurteilten auf dem Weg zum Schafott, der hier noch einmal sein verpfuschtes Leben vor seinem geistigen Auge Revue passieren lässt. Axel Rudi Pell: „Der Gang zum Schafott! Die letzten Gedanken eines zum Tode Verurteilten … musikalisch melancholisch, aber trotzdem treibend und voller Power! Ein guter Opener des Albums und einer meiner Lieblingssongs!“
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Axel Rudi Pell – Guillotine Walk (Official Video)
In „Breaking Seals“ kommt es zu einem Aufsehen erregenden gesanglichen Duett zwischen Pell-Frontmann Johnny Gioeli und der deutschen Metal-Legende Udo Dirkschneider.
Diese Kooperation ist in Pells Karriere ein absolutes Novum und ein weiteres Indiz für den großen Respekt, den der Gitarrist unter seinen Musikerkollegen genießt.

Interessant ist auch der Song „Hurricane“, bei dem die Band mal so richtig das Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt. Natürlich darf mit ‚Towards The Shore‘ auch eine Hammerballade auf ‚Ghost Town‘ nicht fehlen, es ist die Lieblingsnummer von Keyboarder Ferdy Doernberg, der mit seiner Klavierbegleitung für die passende Stimmung sorgt.

Produziert hat Axel Rudi Pell die elf Songs von ‚Ghost Town‘ höchstpersönlich. Für die Aufnahmen in den ‚Blind Guardian Studios‘ in Grefrath stand ihm Tommy Geiger (Blind Guardian, Helloween), der das Album auch gemischt hat, tatkräftig zur Seite.
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Axel Rudi Pell – Ghost Town (Official Lyric Video)
Fazit: „Ghost Town“ ist wieder ein qualitativ hochwertiges Album geworden, welches sich nahtlos mit seinen erstklassigen Songs in die Reihe der großen Werke von Axel Rudi Pell und seiner Band einreiht und das zeigt, das der Bochumer Musiker immer noch mit viel Power und Leidenschaft zu den Besten seines Faches gehört.

Monika und Stefan Peter Text + Fotos
Cover: Steamhammer Band Foto Kai Hoffmann

