RockHarz Festival 2018 – der Mittwoch

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Rockharz auf musikmag.de: 2016 Mittwoch / Donnerstag / Freitag / Samstag / 2015

Da bereits der Ansturm auf die Frühbucher-Pakete die Server in die Knie zwang war abzusehen, dass das diesjährige Rockharz sehr bald ausverkauft sein würde. Sogar die Tagestickets waren so schnell vergriffen, dass die Veranstalter davon abrieten, ohne Ticket überhaupt anzureisen. Es versprach also, eine 17.000 Mann-und-Frau starke Party zu werden!
Trotz des Jubiläums wurde auf Schnickschnack wie Riesenrad und Hüpfburg verzichtet, eine Besonderheit gab es dennoch: eine Transall C-160 „Silberne Gams“ wurde zur „Harz Force One“ umbenannt und trennte den Ein- und Ausgang zum Infield.

Die seit 2016 existierende Dienstagsanreise wurde auch dieses Jahr wieder sehr umfangreich in Anspruch genommen, sodass bereits am Mittwoch für „Nachzügler“ an einigen Orten ordentlich zusammengerückt werden musste. Dennoch verlief die Anfahrt trotz fehlender Beschilderung (für Neulinge durchaus eine Herausforderung) problemlos, die Kontrolle der Autos wurde schnell und problemlos. Ein großes Lob an die Security und die geduldigen Einweiser, die entgegen allen Platzmangels auch Verständnis für größere Gruppen hatten!

Mittwoch
Obwohl stolze Temperaturen von 31 Grad herrschten gab es zur ersten Band des Festivals ein sehr zahlreiches Erscheinen. Monument aus London eröffneten das Rockharz mit feinstem Heavy Metal der Achtziger und bedanken sich oft und sehr überschwänglich beim Publikum für den Support ihres im Mai erschienenen Albums „Hellhound“.

Weiter ging es mit Drone, einen heftigeren Stilunterschied konnte es kaum geben. Laut eigener Aussage spielen sie „101% Sexmetal“, der Lieblingssong von Moritz, seines Zeichens Sänger den Band, lautet „hammered, fucked and bruised“. Noch Fragen?
Eröffnet wurde ihr Auftritt mit einem sehr inbrünstigen „Wir sind Drone, und jetzt wird gefickt!“, die Stimmung auf und vor der Bühne war insgesamt sehr ausgelassen und herzlich.

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Danach folgten Winterstorm, die Hoffnungsträger des deutschen Power Metal. Sie setzten gleich mit dem ersten Lied „pacts of blood and might“ ein Statement, dass sich definitiv hören lassen kann!

Bannkreis erinnerten den Zuhörer stark an Subway To Sally der 1990ziger, was wenig verwunderlich ist, da drei der fünf Bandmitglieder zu eben jenen gehören. Es war erst ihr vierter Liveauftritt, dennoch merkte man den Musikern an, dass sie bereits auf viele Jahre Bühnenerfahrung zurückgreifen können.

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Es folgten Ross the Boss, die True und Heavy Metal band um Ross Friedman, ehemaliger Gitarrist bei Manowar. Hier kamen wieder traditionsbedachte Kuttenträger voll auf ihre Kosten, der Platz vor der Bühne war bis hinter das FoH voll mit textsicheren und feierwütigen Fans.
Zum Abschluss des ersten Tages ließen es Kreator noch einmal so richtig krachen. Ein Fest für Augen und Ohren mit einem beeindruckenden und detailreichen Bühnenbild, das ein wenig wie die Fassade einer Geisterbahn aussah. Über die gut getarnten Displays flackerten Flammen und skelettartige Zombies; das Motto ihres Auftritts war es, „das Rockharz im absoluten Chaos versenken!“ und es wurde an nichts gespart. Großzügig eingesetzte Feuerfontänen, Rauchkanonen und ein Luftschlangenregen ergänzten den großartigen Auftritt der Trash-Metaller, zu der sich gefühlt alle Festivalbesucher im Infield tummelten.

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(VD)